Samstag, 05. April 2025
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Antibiotikum Ciprofloxacin schädigt das Erbgut

Ciprofloxacin

Eines der am häufigsten eingesetzten Breitband-Antibiotika löst heftige, zum Teil irreparable Nebenwirkungen hervor. Die unerwünschten Begleiterscheinungen haben die amerikanische Zulassungsbehörde alarmiert. Die FDA gab 2016 deshalb eine Warnung heraus. Demnach kann die Einnahme von Fluorchinolon-Antibiotika (früher Gyrasehemmer) unerwünschte Wirkungen haben, die «zur Behinderung führen und potenziell dauerhaft» seien.
Der Fall ist brisant, denn Ciprofloxacin ist bisher erste Wahl, weil es gegen ein breites Spektrum an Bakterien wirkt und einen erfolgreichen Ausgang einer Antibiotika-Therapie wahrscheinlich macht.

Ciprofloxacin kann, ebenso wie andere Antibiotika der Gruppe, heftige und zum Teil irreparable Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu zählen:

– Sehnenentzündungen und -risse | – Gelenk-, Muskel- und Hautschmerzen | – Taubheitserscheinungen
– Herzrhythmusstörungen | – Leberschäden | – Halluzinationen | – Verwirrung |- Angststörungen
– epileptische Anfälle | – heftige Durchfälle | – Depressionen | – Suizidgedanken

Forscher der University of Eastern Finland haben nun einen ersten Anhaltspunkt gefunden, woher diese Nebenwirkungen rühren könnten. Wie sie im Fachjournal «Nucleic Acids Research» berichten, schädigt das Ciprofloxacin die DNA von Mitochondrien (mtDNA), den Kraftwerken der menschlichen Zellen.

Der ausführliche Beitrag ist in der Berlin-Mitte Zeitung erschienen.