Samstag, 05. April 2025
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Ausbau und Erweiterung der Radinfrastruktur in Lichtenberg im Jahr 2021

Radstreifen Hasenheide

In einer Pressemitteilung vom 07.06.2021 stellte der für Umwelt und Verkehr zuständige Bezirksstadtrat, Martin Schaefer (CDU) eine umfangreiche Bilanz zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur. Das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt hat dazu die Liste der eigenen und senatsseitig verantworteten Bauprojekte mit einer Gesamtsumme von weit über 4,5 Millionen Euro aktualisiert.
Dazu zählen auch Fahrbahnmarkierungen und -abgrenzungen, sowie die Trennung von Geh- und Radwegen und die Asphaltierung und Sanierung bestehender Radwege. Die umgesetzten Maßnahmen stellen im Ergebnis mehr Sicherheit für die Fahrradmobilität her. Lichtenberg setzt dabei auf dauerhafte Lösungen und verzichtet auf die Einrichtung sogenannter „Pop-Up-Radwege.“

Übersicht über Projekte in Bauphase, Vergabe und Planung:

Skandinavische Straße – Weitlingstraße:
Hier wird zwischen Einbecker Straße und Bahnhof Lichtenberg ein grünbeschichteter Radfahrstreifen hergestellt. Der „Radverkehrsweg Hauptroute“ wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz verantwortet und soll bis Jahresende fertig werden.

Karlshorster Straße:
Der Radfahrstreifen wird vom Fußweg baulich getrennt und als Radverkehrsweg Hauptroute ausgebaut. Fertigstellung: III. Quartal 2021.

Rhinstraße (Westseite)
Zwischen Plauener und Marzahner Straße wird der Rad /Gehwegbereich ausgebaut und in voller Breite asphaltiert und mit Längsmarkierung vom Gehweg getrennt. Der im Zuge des Programmes „Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs“ hergestellte „Radverkehrsweg Hauptroute“ und im Herbst 2021 fertiggestellt.

Knotenpunkt Rhinstraße/Seddiner Straße
Hier wird 2021 die Lichtsignalanlage umgebaut und die Ampelschaltung für Radfahrende in der Seddiner Straße angepasst.

Hansastraße
Zzwischen Buschallee und Malchower Weg plant die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zusammen mit dem Bezirksamt Pankow und Lichtenberg bezirksübergreifend einen geschützten Radfahrstreifen.

Falkenberger Chaussee
Die Radverkehrsanlage am S-Bahnhof Hohenschönhausen wird umgeplant. Die Radwegeführung zur Pablo-Picasso-Straße wird zukünftig besser mit der Ampelschaltung abgestimmt: Die Lichtsignalanlage wird zurzeit von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz geprüft. Die Planung soll voraussichtlich in 2022 abgeschlossen sein. Ebenfalls wird die Lichtsignalanlage an der Falkenberger Chaussee/Vincent-van-Gogh-Straße und damit die Ampelschaltung angepasst. Entsprechend dem Ergebnis der Prüfung soll dann der Radfahrstreifen in der Falkenberger Chaussee bis zur Lichtsignalanlage Vincent-van-Gogh-Straße weitergeplant und hergestellt werden.

Herzbergstraße
Zwischen Siegfried- und Vulkanstraße wird der Radverkehr beidseitig Radfahrstreifen mit kleiner Protektion bekommen. Der Baubeginn folgt den Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe. Nach aktuellem Planungsstand kann der Radfahrstreifen in 2022 realisiert werden.

Maximalplan: Radfahrstreifen Siegfriedstraße
Maximalplan: Doppelseitige Radfahrstreifen in der Siegfriedstraße – Grafik: Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg / Changing Cities e.V.

Siegfriedstraße
Zwischen Bornitz- und Rüdigerstraße ist ein geschützter Radfahrstreifen aufgrund des Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung geplant. Nach erfolgter verkehrsrechtlicher Anordnung der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung für das dritte Quartal 2021 avisiert.

Schottstraße
Zwischen Rüdigerstraße und Alfredstraße wird auf der westlichen Seite (zwischen Atzpodienstraße und Roedeliusplatz) ein neuer Radweg geplant. Ausschreibung und Vergabes sind abhängig von der Finanzierungszusage der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.Mit dem Bau soll planmäßig im Herbst 2021 begonnen werden.

Scheffelstraße
Zwischen Möllendorffstraße und S-Bahnbrücke wird ein geschützter Radfahrstreifen mit kleiner Protektion und herausnehmbaren Pollern gebaut. Die Parkstände werden aus dem bestehenden Parkstreifen in den Seitenraum zwischen die Bäume verlegt. Bauplanungsunterlagen werden durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz geprüft. Nach verkehrsrechtlicher Anordnung werden Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung für Herbst 2021 avisiert.

Zingster Straße
Zwischen Dierhagener Straße und Falkenberger Chaussee soll der vorhandene Radweg saniert werden, sobald die Mittel von SenUVK bereitgestellt werden. Der Bau soll Mitte 2022 starten.

Frankfurter Allee (B1)
Zwischen Robert-Uhrig-Straße und Am Tierpark ist ein geschützter Radfahrstreifen auf der Straße in Planung. Der Baubeginn hängt noch von der Finanzierungszusage von SenUVK ab und ist für 2022 vorgesehen. Ziel ist es, mit Fertigstellung auch bessere Sichtverhältnisse an der Einmündung der Robert-Uhrig-Straße zu schaffen.

Hönower Weg
Zwischen Neuer Feldweg und Sewanstraße ist eine Fahrradstraße geplant.

Kreuzung Lückstraße/Schlichtallee
SenUVK plant die sichere Umgestaltung der Kreuzung im Bereich der Einmündung Fischerstraße (rote Radfahrwegmarkierung).

Hauptstraße
In Rummelsburg wird eine Radverbindung der Entwicklungsgebiete „An der Mole“ mit der Wasserstadt geprüft. Die Anbindung im Nebennetz erfolgt südlich der Kreuzung Hauptstraße/Karlshorster Straße. Die Maßnahme wird parallel zur Fertigstellung des Erschließungsgebietes durchgeführt und planmäßig in 2023 fertiggestellt.

Paul-und-Paula-Ufer
Der Geh- und Radwegs am Paul-und-Paula-Ufer zwischen der Bezirksgrenze nach Friedrichshain-Kreuzberg und der Zillepromenade wird nach vielen Wünsche aus der Einwohnerschaft im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz neu geplant. Ob ein Zwei-Richtung-Radweg realisiert werden kann, prüft ein dafür beauftragtes Planungsbüro. Die Baumaßnahme wird mit der Fertigstellung des Erschließungsgebietes „An der Mole“ einhergehen und planmäßig in 2023 fertiggestellt.

Jugendverkehrsschule in der Baikalstraße
Die Verkehrsfläche der Jugendverkehrsschule wurde im Frühjahr erneuert und saniert.

Übersicht über neue Fahrradbügel und Fahrrad-Abstellplätze

167 neue Fahrradbügel an 12 Standorten wurden aufgestellt. Die meisten an Schulen und Gruzndschulen:

  • Grundschule am Gutspark 25
  • Grundschule auf dem lichten Berg 25
  • Karlshorster Schule 15
  • Schule an der Victoriastadt 10
  • Hans-Rosenthal-Grundschule 13
  • Manfred von Ardenne Schule 14
  • Immanuel-Kant-Schule 7
  • Haltestelle „Am Faulen See“ 3
  • Kraetkestraße 38 und 41 10
  • U-Bahnhof Lichtenberg (Alte Frankfurter Allee) 14
  • Storkower Bogen (Franz-Jakob-Straße) 11
  • Otto-Marquardt-Straße (Finanzierung in Klärung) 20

Dazu kommen 208 Fahrradbügel an 15 Standorten, die seit Ende 2020 aufgestellt worden:

  • S Ostkreuz (Hauptstraße) als Ersatz für Kynaststraße 84
  • S-Bahnhof Storkower Straße 10
  • U-Bahnhof Magdalenenstraße 5
  • U-Bahnhof Tierpark 10
  • Haltestelle Arendsweg 5
  • Haltestelle Rhinstraße 5
  • Haltestelle Hohenschönhauser Straße 5
  • Haltestelle Roederplatz 12
  • Hans-Rosenthal-Grundschule 20
  • Schule Am Grünen Grund 5
  • Schule an der Victoriastadt 14
  • Kita Hoppetosse 12
  • Jugendfreizeiteinrichtung NTC (Erieseering 4-6) 4
  • Kundenzentrum HOWOGE 9
  • Berliner Rockhaus 8

Der für Umwelt und Verkehr zuständige Bezirksstadtrat, Martin Schaefer (CDU), erklärte zur Bilanz:

„Das schöne Wetter lockt wieder ins Freie und somit aufs Fahrrad. Aber auch bei schlechtem Wetter wollen wir bestens im Bereich Radinfrastruktur aufgestellt sein. Das Bezirksamt unterstreicht mit der Priorisierung zur Verbesserung der Radinfrastruktur in 2021: Lichtenberg investiert in dauerhafte Lösungen und nicht in temporäre Radverkehrsanlagen.“

Die zum Teil mühselige Planung und bürokratische Vorarbeit in der Verwaltung sieht man dabei nicht, wenn die Lagen von Gullys, Lichtmasten und Baugrenzen und neue Baulinien eingebunden werden.

Im Berliner Bezirkvergleich liegt Lichtenberg damit ganz vorn in der Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Radinfrastruktur.