Freitag, 04. April 2025
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Frauentag in Italien: gelbe Blüten und Mimosa-Torten

Blühende Mimosa

Die Tradition, Mimosen zum Internationalen Frauentag zu verschenken, entstand im Jahr 1946. Damals haben drei Frauen, Mitglieder der Union der italienischen Frauen (UDI), Teresa Noce (1900-1980), Teresa Mattei (1921-2013) und Rita Montagnana (1895-1979) vorgeschlagen, die Mimose als Symbol des Frauentags zu übernehmen.

Die Entscheidung wurde zur Abstimmung gestellt und die Frauen der UDI stimmten einstimmig für diese Blume. Die Mimose war also ursprünglich eine Blume von Frauen für Frauen.

Die Wahl fiel auf diese Blüten, weil sie als eine der ersten Pflanzen bereits im März blüht. Die als Mimosa bezeichnete Pflanze darf nicht mit der Mimose (Mimosa pudica) verwechselt werden, die auch Schamhafte Sinnpflanze genannt wird.

In Italien geht es um eine blühende Silber-Akazie (Acacia dealbata), die botanisch auch als falsche Mimose genannt wird und zudem ein starkwüchsiges Gehölz ist.

Die Gehölze sind in Italien leicht zu finden und stehen oft an markanten Stellen, die für Postkartenmotive taugen. Das pralle Gelb der filigranen Blütenbällchen kündigt die wärmeren Jahreszeiten an. Sie sind die Boten der Sonne und stehen für Vitalität und Stärke. Und so hat die Mimosa in Italien eine ganz andere Bedeutung, und steht nicht wie bei uns für sehr empfindliche und übersensible Personen.

Die blühenden Zweige finden eine gute Verwendung als Blumensträuße und als -gesteck. Viele Männer verschenken den berühmten Mimosa-Strauß zusammen mit anderen Geschenken.

In ganz Italien ist am Weltfrauentag die Mimosa-Torte auf den Kaffeetischen zu finden. Das traditionelle Gebäck gibt es mit vielen Rezepten. Die Backkunst besteht darin, die Torte mit der Blütenstruktur der Mimosa-Blüten zu gestalten.

Rezept für eine Mimosa-Torte von Maren Lubbe:

marenlubbe.de/torta-mimosa